Die sehen so harmlos aus. Kleine goldene Bällchen, außen zart gebräunt und innen wunderbar weich. Und dann steht man doch wieder mit einem zweiten am Teller. Meine nigerianisch inspirierte Puff-Puff-Version braucht weder Ei noch Milch, nur einen weichen Hefeteig und ein bisschen Geduld beim Gehenlassen.
Zu den Mengen und zur Anleitung
Die Zutaten und worauf es ankommt
Der weiche Hefeteig bekommt beim Gehen viele Luftbläschen. Im heißen Öl entsteht daraus eine goldene Hülle mit fluffigem Inneren.
Hefe: lauwarm genügt
Hefe braucht Zeit und eine passende Umgebung, keine möglichst große Hitze. Die Flüssigkeit soll lauwarm sein. Zu heiße Milch oder zu heißes Wasser kann die Hefe schädigen. Richte dich beim Gehenlassen auch danach, wie sich der Teig entwickelt, denn eine kühle Küche verlangsamt den Vorgang.
Das Wasser darf nur lauwarm sein; zu große Hitze schadet der Hefe. Das Frittieröl steht als benötigte Arbeitsmenge in der Zutatenliste. Für die Nährwerte wird eine geschätzte Aufnahme von insgesamt 50 g Öl angenommen; tatsächlich kann sie je nach Temperatur und Größe deutlich abweichen.
Die Öltemperatur zwischen den Portionen prüfen
Kalter Teig senkt beim Einlegen die Temperatur des Öls. Ist der Topf zu voll, bräunen die Bällchen schlechter und nehmen mehr Fett auf. Ist das Öl zu heiß, sind sie außen dunkel, bevor die Mitte gar ist. Arbeite portionsweise und prüfe ein Bällchen innen. Kleine, ähnliche Portionen machen diesen Vergleich leichter.
Kleine Bällchen werden gleichmäßiger gar als große. Die Temperatur zwischen den Portionen wieder auf etwa 170 °C kommen lassen. Wasser darf nicht in das heiße Öl gelangen.
Deine Rezeptkarte
Puff-Puff – goldene Hefeteigbällchen
Fluffige Puff-Puff aus Hefeteig: kleine goldene Bällchen mit einer Prise Muskat. Mit genauer Anleitung zum Gehenlassen und Frittieren.

Zutaten für 6 Portionen
Schritt für Schritt – für 6 Grundportionen
Mehl, Zucker, Trockenhefe, Salz und Muskat in einer großen Schüssel vermischen. Lauwarmes Wasser, etwa 30 °C, einrühren und den dickflüssigen, klebrigen Teig 2–3 Minuten kräftig mit einem Kochlöffel schlagen. Nicht wie einen festen Brotteig kneten.
Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sein Volumen deutlich zugenommen hat und Blasen sichtbar sind. In einer kühlen Küche kann es länger dauern. Anschließend einmal kurz mit dem Löffel durchrühren.

Öl in einen hohen, schweren Topf geben; der Topf darf höchstens zur Hälfte gefüllt sein. Auf etwa 170 °C erhitzen und die Temperatur möglichst mit einem Frittierthermometer kontrollieren. Mit zwei leicht geölten Teelöffeln kleine Teigportionen vorsichtig dicht über der Öloberfläche abstreifen. Zunächst ein Probebällchen ausbacken.
In kleinen Portionen etwa 4–6 Minuten goldbraun frittieren, dabei wenden. Das Probebällchen aufschneiden: Der Kern muss locker und vollständig durchgebacken sein, ohne rohen Teig. Bei zu schneller Bräunung Hitze reduzieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Grundmenge ergibt ungefähr 24 kleine Bällchen; eine Portion sind vier Stück. Vor dem Essen kurz abkühlen lassen.

Ein Blick auf die Nährwerte
pro Portion · ca.- Energie
- 260 kcal
- Eiweiß
- 5 g
- Kohlenhydrate
- 38 g
- Fett
- 9 g
Berechnete Richtwerte für die Zutaten in dieser Rezeptkarte. Je nach Produkt und Portionsgröße können sie abweichen. Zusätzliche Beilagen sind nicht enthalten. So entstehen die Angaben.
Annahmen für das Grundrezept (6 Portionen)
- Für ungefähr 24 kleine Puff-Puff geschätzte gesamte Ölaufnahme von 50 g statt der gesamten Arbeitsmenge im Frittiertopf. Keine Messung: Temperatur, Abtropfen und Stückgröße können die Aufnahme deutlich verändern.
- Berechnet für die vollständige Zutatenliste und die angegebenen Grundportionen. Vorgeschlagene zusätzliche Beilagen sind nicht enthalten.
- Grundmenge ungefähr 24 kleine Bällchen; sechs Portionen zu jeweils vier Stück. Kein zusätzlicher Zuckerüberzug eingerechnet.
Notizen zum Grundrezept (6 Portionen)
Ungefähr 24 kleine Bällchen aus der Grundmenge; eine Portion entspricht vier Stück. Frittierölmenge und aufgenommene Ölmenge sind verschieden. Die Nährwerte beruhen auf einer transparent dokumentierten Schätzung, nicht auf einer Messung.
So kannst du es abwandeln
Muskat kann weggelassen werden. Wer die Bällchen zusätzlich in Zucker wälzt, muss diesen ergänzen; die Nährwerte enthalten keinen zusätzlichen Zuckerüberzug.
Das passt dazu
Am besten noch leicht warm und pur genießen. Eine Tasse Tee oder Kaffee passt dazu.
Aufbewahren und wieder aufwärmen
Nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und am selben Tag genießen. Am nächsten Tag sind die Bällchen noch essbar, verlieren aber ihre zarte Kruste. Kurz im Ofen erwärmen.
Vollständig abgekühlt einfrieren. Auftauen lassen und kurz im Backofen erwärmen; die Kruste wird etwas weicher als frisch.
Deine Fragen zum Rezept
Warum sind die Bällchen innen noch roh?
Meist waren sie zu groß oder das Öl war zu heiß. Kleinere Portionen abstechen, mit Thermometer arbeiten und das erste Bällchen als Garprobe aufschneiden.


